segelfliegen magazin Ausgabe 02-2025

Hier ist sie, die aktuelle Ausgabe mit vielen spannenden und interessanten Beiträgen! Wie es sich gehört, starten wir mit der Flugvorbereitung, und da gibt es etwas ganz Neues in Sachen Checklisten-Management. Im Anschluss starten wir mit einer Reihe faszinierender Flüge: zuerst im Doppelsitzer entlang der Alpen von Ost nach West, so weit der Südwind trägt, dann versuchen wir es einmal auf der anderen Hangseite von Wiehengebirge, Wesergebirge und Ith und machen uns in einem weiteren Flug auf den Weg – ohne viel Hoffnung aber mit viel Mut – Richtung Frankreich. Ein bisschen viel Berg findest du? Ok, das kann man üben, mit der Alpensegelflugschule Oerlinghausen nah am Fels in La Motte; von Platzrunde bis Leewelle und Streckenflug kannst du hier alles im sicheren Bereich mit Fluglehrer trainieren. Wie wichtig das ist zeigt der Untersuchungsbericht der SUST zum Unfall am Julierpass – man kann sehr viel daraus lernen. Das Wetter ist natürlich auch immer ein Thema und warum Wolkenthermik besser ist als Blauthermik, das schauen wir uns ein wenig genauer an. Für Erfolg bei Wettbewerben braucht es allerdings noch einiges mehr, das hat unser Team bei den WM in Uvalde bewiesen – wir blicken einmal hinter die Kulissen. Natürlich ist Segelflug auch jenseits von Wettbewerb und Streckenrekord ein wunderbares Erlebnis, zum Beispiel in einer Super Dimona. Unser Autor hat den Reisemotorsegler ausgiebig getestet. Die Technik-Freaks unter euch dürfen sich auf die Erfahrungen von Flugzeugherstellern und Segelflugpiloten mit dem Solo-Motor freuen und sich mit Einflussgrössen zum optimalen Windenstart auseinandersetzen. Ein bisschen spuki wird’s dann nachts im Museum – wir begleiten ein Foto-Projekt um Mitternacht zwischen „Schädelspalter“ und „Vampyr“… Nicht spuki sondern einfach lustig ist in unserem Portrait der blaue Haarschopf von Elena Fergnani, der italienischen Pilotin mit dem herzlichen Lachen. Wer dagegen Gott lächeln sehen möchte, der macht jetzt viele Pläne für die kommende Saison – denn meist kommt alles ganz anders. Wie das bei unserer Kolumnistin aussieht, darüber dürft ihr dann ganz zum Schluss lächeln. Viel Spaß bei der Lektüre!

Holt euch das aktuelle Heft, am Kiosk oder direkt hier im Verlag.

Und hier ein Vorgeschmack auf die Artikel in der Ausgabe 02-25:

In diesem Frühjahr wurden wir verwöhnt mit Südwindlagen, und so konnten wir bereits am 10.März gemeinsam die herannahende Kaltfront in Schänis begrüßen. Der freie ZR-Flug über 1.114km mit einer Schnittgeschwindigkeit von 110km/h machte uns zuversichtlich, dass später im Jahr, bei wesentlich mehr Stunden mit Tageslicht, auch der gültige Europarekord beim angesagten ZR-Flug (1.267,8km von Baptiste Innocent) in greifbare Nähe rückte.

Keine drei Wochen später, am 30.März, hatten wir bereits die erste Chance, Hermanns Idee umzusetzen. Wir deklarierten (Startplatz Wiener Neustadt) einen Wendepunkt südlich von Thun und ca. 10 km westlich von Interlaken, dort sollte laut diversen Erfahrungsberichten und Flugwegaufzeichnungen die Welle stehen.

Der außergewöhnlich kräftige Südwind bescherte uns einen absolut problemlosen Flug Richtung Westen. Die Flugverkehrskontrolle war kooperativ, wir konnten so gut wie immer bis auf FL160 steigen. Stets im Wellen-Niveau erreichten wir schließlich Innsbruck. Wir waren nicht die schnellsten bis hierher, aber es war immer komfortabel und sicher.

Vom Patscherkofel Richtung Westen sah es allerdings plötzlich sehr feucht und ungeordnet aus. Unentschlossen achterten wir in schwachem Steigen und nicht mehr allzu hoch im Wipptal, beobachteten unsere Fliegerkameraden aus Micheldorf und Trieben wie sie beherzt zwischen den Wolkenfetzen und im Saharasand im Westen verschwanden.

Für uns war an diesem Tag, mit vorhergesagten Windgeschwindigkeiten bis 180km/h, der Hangwind keine Option. Da wir im höheren Niveau auf Grund der Sichtbehinderung nicht weiterfliegen wollten, brachen wir den Flug an dieser Stelle ab. Die Turbulenzen die wir kurz darauf im Inntal erlebten, werden wir nicht vergessen. In den zusammengerechnet 105 Jahren unserer Flugerfahrung haben wir beide so etwas noch nicht erlebt. Im Endeffekt erfolgte der Rückflug dann doch teilweise im Hangwind, der Großteils erstaunlich ruhig war.

Jetzt sollten wir genau ein Monat Zeit haben über unsere Fehler und das daraus folgende Verbesserungspotential nachzudenken. Wir waren uns nach wie vor einig, dass die Wetterlage am 30.März zu extrem war. Die sehr hohe Windgeschwindigkeit gepaart mit durch Feuchte und Staub verursachte Sichtbehinderung waren die Gründe, dass wir abgebrochen haben. Das würden wir auch heute wieder so entscheiden. Das Dogma unbedingt im komfortablen Wellen-Niveau zu bleiben haben wir allerdings verändert. Mit Vernunft und genügend Sicherheitsreserven den Hang zu nützen ist manchmal die bessere Entscheidung, eröffnet einfach zusätzliche Möglichkeiten, auf die wir bei so einem Projekt nicht verzichten können/sollten.

Für Dienstag, 30.April, sind die Vorhersage vielversprechend. Die Südströmung ist mit Spitzengeschwindigkeiten um die 100km/h moderat, und ist relativ konstant, vom östlichen Ende des Alpenbogens bis in den Westen der Schweiz. SkySight zeigt kräftige Wellenentwicklung genau bis in die Gegend unserer geplanten Wende. Die Frage ist nur: wie hoch ist der Bedeckungsgrad dort, und bekommen wir überhaupt Freigaben die uns das Fliegen im Wellenniveau erlauben? Am Vorabend sah die Luftraumsituation am DABS noch ganz gut aus, heute Morgen hat das Schweizer Militär beinahe alle Übungsgebiete auf unserer Route aktiviert. Das bedeutet voraussichtlich: maximal FL130.

Es ist 04:15h als wir uns am Flugplatz in Wr.Neustadt treffen. Um 05:03h ist heute BCMT, um 05:37h geht die Sonne auf. Im Scheinwerferlicht unserer Autos beginnt das Abenteuer…

Den ganzen spannenden Bericht lest ihr in der aktuellen Ausgabe 02-2025

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